Slow sex and more:

– oft wollen wir nicht nur Sex, sondern die Wärme des anderen wieder spüren – 

Bei einer Ganzkörperölmassage gebe ich Dir über die Berührung das Gefühl aufgefangen, beschützt, von allen Seiten umsorgt – zutiefst befriedigt zu sein.

Wenn Du glaubst befriedigt zu sein fange ich erst an…

Es sind wenige Berührungen. Erst unversehen. Mit dieser versehentlichen Absicht.

Wenn Du Zeit hast berühre ich nur fast Deine Brustwarzen – ganz still, ruhig und Du darfst meine Brüste sehen, fast berühren, ihre Energie spüren aber eben nicht mehr. Sie sind immer da, sie sind nicht erreichbar, jetzt noch nicht.

Das Verlangen nach mehr bis ins Unendliche steigern, über Stunden, Stück für Stück den Körper zeigen, es ist ein Innehalten mitten in jeder nächsten Berührung (meines Busens, meines Bauchnabels, meiner Scham) und Bewegung, die Bewegung liegt vielmehr in den Pausen, die Pausen sind das Atemberaubende, wie der Atem durch seinen Stillstand, das Leben durch den Tod. Und das Wiedererwachen.
Es ist eine Orgie des Auf- und Abebbens der Lust.

Du weißt ich bin längst seit Stunden feucht, Du kannst mich nicht berühren, Du kannst es aber riechen, dieser Stoff ist längst tief in Dein Blut gedrungen und Du siehst mich vor Verlangen selbst zerfließen, Deinen S—-z spüre ich jetzt auf einen halben Meter, auf einen Meter in seiner ganzen Präsenz.
Die tatsächliche Berührung kommt dann schon fast einem Orgasmus gleich. Ich könnte Dich auch am Arm berühren. An einer winzigen Stelle. Auch dort sitzt der Orgasmus unter der Haut. Noch unter der Haut.
Dies steigere ich, langsam erlaube Dir ich mehr, mehr Berührung und mehr Innehalten,

Bis Du mich anflehst dass du mich lieben darf, bettelt, weinst vor Verlangen und Glück, und dann noch eine Berührung ohne sofortige Erfüllung, bis ins Unerträgliche, bis der Körper erfüllt ist von einem wilden Prickeln, überall, es gibt keine erotischen Punkte, die Wahrnehmung IST eine einzige erotische Flut, es gibt keine Beine, keine Arme, keine Geschlechtsteile, keinen Penis, keine Klitoris keine Vagina mehr.

Ganz schnell kommt das Gefühl für die Wahrnehmung der eigenen Körpergrenzen wieder, unvorhergesehen, ungeahnt, ungewollt und damit wieder das Begehren nach mehr. Dann wieder mit jeder neuen Berührung verschwimmen die Grenzen immer mehr.

Es ist dieses Eindringen in den ganzen Menschen, das Ablegen jeglicher Grenzen, alles ist Eindringen, wenn das Eindringen dann tatsächlich erfolgt ist es so intensiv wie nie und doch schon längst geschehen und doch noch so weit entfernt, denn ich erlaube es nur einmal, dreimal und ein Warten auf die nächste Welle…

Letztendlich tritt diese Sättigung ein, die im Alltag verloren gegangen ist- Haut und Haar ist von Öl durchtränkt und der Geist von Nähe und Liebe. Das Gefühl satt zu sein, Hunger und Lust sind in diesem Moment völlig gestillt… nur in diesem Moment. Lust ist vergänglich. Die Erfahrung der Sättigung ist vergänglich.

Gedanken einer Shakti